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Arbeitsweise

Das Atelier in der Frundsbergstraße in München bietet mir einen Platz für Ideen und für meine Arbeit.

Meine Bildmotive finde ich oftmals vor Ort. Bei einem Portrait ist die Umgebung, in der der Mensch photographiert wird, sehr wichtig. Viele Portraits entstanden und entstehen an Orten, an denen sich die Person wohlfühlt und an Orten, die ihr vertraut sind.

Den intensiven Kontakt zum Kunden sehe ich als essenzielle Aufgabe in der Auftragsphotographie.

Ich sehe mich als Dienstleister, der gemeinsam mit dem Kunden Ideen kreiert, entwickelt und umsetzt. Ich will mich mit der Idee oder dem Anliegen des Kunden auseinandersetzen und gemeinsam mit ihm eine Sprache finden. Wenn ich die Worte des Kunden nicht verstehe, so kann ich auch nicht auf meine photographische Art antworten.

So wie Dinge in meiner Umgebung oder in meinem Alltag mir Input geben, so sehe ich auch die Wünsche des Kunden als meinen Input. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess entsteht dann eine Art der Kommunikation, welche die Photographie als Grundlage hat.

Gedanken zur analogen und digitalen Photographie

Seit Jahren „tobt“ ein Kampf zwischen der digitalen und der analogen Photographie. Es geht hierbei meist um den technischen Aspekt. Begriffe wie Auflösung, Detailwiedergabe, Farbgenauigkeit, Farbtiefe fallen und – um es vorweg zu nehmen – denke ich, dass weder die digitale noch die analoge Photographie die besseren Bilder macht, denn es kommt auf das Photo an, auf die Ästhetik und die Gestaltung. Meiner Meinung nach ist es nicht entscheidend, ob ein gutes Bild aus Pixel oder Silberhalogeniden besteht.

Ich gebe den technisch versierten Menschen recht, dass das analoge Bild in technischer Hinsicht dem digitalen inzwischen unterlegen ist. Die Auflösung eines 39–Millionen-Pixel- Rückteils ist einfach gigantisch und in der Verarbeitungsgeschwindigkeit ist die digitale Photographie auch unschlagbar. Begriffe wie Schärfewirkung, Workflow, Zeiteinsparungen, Geldfaktoren und die „kreative“ Bildnachbearbeitung sind im Zusammenhang mit dem Begriff der Photographie nicht mehr wegzudenken. Auch wenn es um die Umweltverträglichkeit geht, sehe ich die digitale Photographie weit im Vorteil.

Die analoge Photographie wird jedoch dort überlegen bleiben, wo es um Begriffe wie Ästhetik, Ehrlichkeit, Zufälligkeit, Haptik und Individualität geht. In der individuellen Farb- und Kontrastgebung eines im eigenen Labor erstellten Handabzuges liegt meiner Meinung nach der kleine, aber feine Unterschied zwischen einem Bild und einer Photographie. Die Schönheit eines Bildes vereint sich hier mit der Perfektion und der Endgültigkeit zu einer Photographie, und es ist immer noch ein Erlebnis, handgemachte Prints von Photographen an der Wand hängen zu sehen.

In meiner täglichen Arbeit mache ich mir beide Arten der Photographie zu Nutze und oftmals komme ich durch eine Kombination der beiden zu dem gewünschten Ergebnis. Technik ist nur ein kleiner Teil im Prozess des Photographierens und ich habe in den letzten Jahren gelernt, die Technik, ob analog oder digital, auf die richtige Art und Weise für mich und für meinen Anspruch an die Photographie einzusetzen.